Geleit für den Monat August

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Der Monat August nennt im Heiligenkalender der Kirche am 8. den hl. Diakon Cyriakus, der in unsere Reihe der vierzehn Nothelfer gehört. Auch über ihn sind, wie für die meisten Heiligen aus der großen Verfolgungswelle unter Kaiser Diokletian zu Beginn des 4. Jahrhunderts, nur wenige historische Tatsachen überliefert worden. Er wurde wohl um das Jahr 300 vom hl. Papst Marcellinus zum Diakon geweiht und war als solcher für die Armen und Krankenfürsorge der römischen Kirche verantwortlich. Ob er, wie es die Legende berichtet, aus Alexandrien stammte und dort bereits als Arzt und Exorzist wirkte und dann später nach Rom kam, läßt sich nicht beweisen. Nach verschiedenen Zwangsarbeiten in Lehmgruben wurde er schließlich mit dem Schwerte enthauptet. Seit dem Jahre 354 wird sein Fest zusammen mit den hll. Largus und Smaragdus am 8. August begangen. Ein großer Teil seiner Reliquien kam noch in karolingischer Zeit über die Alpen und ist heute auf etliche Kirchen im deutschen Sprachraum verteilt. Der Bamberger Dom darf sich rühmen eine Armreliquie des hl. Cyriakus zu besitzen. Da die Legende von ihm erzählt, er hätte die Tochter des Kaisers Diokletian von Besessenheit geheilt, wird er oftmals als Diakon mit einem Drachen oder Teufel an einer Kette dargestellt. Andere Darstellungen zeigen ihn als Diakon mit einem Geldbeutel, der Almosen verteilt. Cyriakus war der Patron des Kirchenstaates und des Fürstentums Castiglione. Er ist der Patron gegen böse Geister, Besessenheit, Versuchungen und Skrupel. Ebenso ist er der Patron der Zwangsarbeiter und aller, die schwere knechtliche Arbeiten zu verrichten haben. Da er auch gegen Frost und schlechtes Wetter angerufen wird, wurde er, vor allem in der Pfalz, auch zu einem Patron der Weinbauern.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich