Geleit für die Monate Jänner/Feber

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Im begonnenen Jahr wollen wir uns den noch nicht betrachteten Heiligen aus unserer Reihe der 14 Nothelfer zuwenden. Als Erster soll hier der hl. Märtyrer Vitus (Veit) vorgestellt werden, der sicherlich schon wegen seines Attributes, dem Ölkessel, zu den allgemein bekannteren unserer Nothelfer gehört. Auch er ist ein Märtyrer aus der wohl umfassendsten und organisiertesten Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian. Auf Sizilien geboren wurde er von einer christlichen Amme erzogen und als 12jähriger getauft. Nachdem sein heidnischer Vater, der ihn durch alle möglichen Versprechungen und Drohungen vom Glauben abbringen wollte, an der Standhaftigkeit des Jünglings gescheitert war, lieferte er ihn den kaiserlichen Behörden aus. Diokletian selbst soll ihn nach Rom geholt haben, um ihn zum Glaubensabfall zu bewegen, aber auch der Kaiser konnte ihn nicht von Christus trennen. Obwohl der Junge den von der Fallsucht befallenen Sohn des Kaisers heilte, wurde er trotzdem verurteilt und bei lebendigem Leibe in einen Kessel mit siedendem Pech gestoßen und erlitt so am 15. Juni das Martyrium. Teile seiner Reliquien kamen 756 in die Abtei von St. Denis bei Paris und von dort 836 als Geschenk an das erste Benediktinerkloster Sachsens, die 822 gegründete und später gefürstete Reichsabtei Corvey an der Weser. Kaiser Karl IV. ließ im Jahr seiner Kaiserkrönung 1355 das Haupt des hl. Veit in den ihm geweihten Dom auf der Prager Burg überführen, wo es seitdem aufbewahrt wird. Der hl. Veit ist der Patron der Apotheker, der Gastwirte, der Bierbrauer, der Winzer, der Kupferschmiede, der Tänzer und Schauspieler, der Sachsen, der Jugend und der Haustiere. Er ist der Schutzherr von Böhmen, von Prag und von Sizilien. Seine Fürbitte wird angerufen gegen Krämpfe, Epilepsie, Tollwut, Veitstanz, Bettnässen und Schlangenbiß.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich