Geleit für den Monat Juli

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Im Monat Juli steht zusammen mit dem hl. Apostel Jakobus am 25. der heilige Christophorus im Kalender der römischen Kirche. Dieser heilige Nothelfer ist, in der Regel auch heute noch, von den unzähligen Darstellungen einem jeden Katholiken vertraut. Als Patron der Autofahrer verehrt, hat er es heute zu einer großen Popularität gebracht. Wie bei den meisten anderen heiligen Märtyrern dieser frühen Zeit der Kirchengeschichte ist nicht viel aus seiner Lebensgeschichte zu belegen. Wohl um 250 in der Verfolgung unter Kaiser Decius hat er in Kleinasien das Martyrium erlitten. Trotz dieser spärlichen Kenntnisse über ihn ist doch seit ältester Zeit seine Verehrung nachweisbar. Denn laut einer 1878 publizierten und kurz zuvor bei Grabungen aufgefundenen Inschrift wurde ihm schon am 20. September 454 in Chalcedon eine eigene Kirche geweiht. Bekannt ist uns der Heilige vor allem durch die bildliche Darstellung, die auf die berühmte Legenda Aurea des seligen Jakobus de Voragine zurückgeht. Dieser 1298 gestorbene Erzbischof von Genua aus dem Dominikanerorden sammelte als erster, für alle damals in seiner Gegend verehrten Heiligen, die bekannten Geschichten und Legenden und zeichnete sie in einem Buch auf. Diese Goldene Legende liefert bis heute die Grundlage für viele bildliche Darstellungen unserer Heiligen. Über den hl. Christophorus nun schreibt der selige Erzbischof, daß der Riese Offorus nur in den Dienst des Mächtigsten treten wollte. Nachdem er nach langem Suchen keinen fand, der nicht einen noch Mächtigeren über sich gehabt hätte, wies ihm ein Einsiedler an, er möge doch die Reisenden über einen reißenden Fluß tragen und so würde er die Zeit, bis er denn den Mächtigsten fände, sinnvoll nützen. Ein Kind, das er einst bei Nacht über den Fluß tragen sollte, wurde ihm immer schwerer, sodaß er nur mit Mühe mit dem Kinde an das andere Ufer gelangte. Am Ufer sprach der Riese zu dem Kinde: „Kindlein du bist mir so schwer, als trüge ich die ganze Welt.“ Das Kind aber antwortete: „Du trägst nicht allein die Welt, sondern auch den, der die Welt erschaffen hat.“ Daraufhin beugte das Kind den Kopf des Riesen unter Wasser und gab ihm die Taufe und den Namen Christophorus (Christusträger). Auf dieser Legende nun fußen alle uns in der Westkirche bekannten Darstellungen des Heiligen, wie er mit einem Baumstamm in der Hand, das Jesuskind auf den Schultern, dieses durch einen Fluß trägt. Schon früh galt er in der Kirche als Patron gegen einen jähen und unbußfertigen Tod. Darum wurde sein Bild im Mittelalter oftmals sehr groß auf die Außenwände der Kirchen gemalt oder auch an öffentlichen Plätzen angebracht. Denn wer morgens ein Bild des hl. Christophorus betrachtet, bleibt bis zum Abend vom unversehenen Tode bewahrt, sagt die Legende. Er ist auch der Patron der Schiffer, der Flößer, der Brücken, der Pilger, der Reisenden, der Lastträger, der Kraftfahrer, der Gärtner, der Obsthändler und der Äpfel (denn eine andere Legende sagt, er habe auf der Insel Samos das Evangelium gepredigt und zum Zeichen der Wahrheit des Evangeliums seinen Wanderstab zu einem blühenden Apfelbäumchen werden lassen). Er ist Patron der Kinder und der schwangeren Frauen, der Buchbinder, der Färber, der Hutmacher, der Zimmerleute. Unter seinem Patronat stehen die Festungen und das Meer. Er ist Beschützer gegen Wassergefahr, Unwetter, Hagelschlag, Hungersnot, Dämonen, Widerwärtigkeiten, Pest, Wunden und Zahnweh.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich