Zum Priesterjahr: Der Wert der priesterlichen Ehelosigkeit


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Benedikt XVI. zum Beginn des Priesterjahres über den hl. Pfarrer. von Ars (Schreiben vom 16.6.2009):

"Auch seine Keuschheit war so, wie sie für den Dienst eines Priesters nötig ist. Man kann sagen, es war die angemessene Keuschheit dessen, der gewöhnlich die Eucha-ristie berühren muß und der sie gewöhnlich mit der ganzen Begeisterung seines Herzens betrachtet und sie mit derselben Begeisterung seinen Gläubigen reicht. Man sagte von ihm, "die Keuschheit strahle in seinem Blick", und die Gläubigen bemerkten es, wenn er mit den Augen eines Verliebten zum Tabernakel schaute."

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Sel. Johannes XXIII. in seiner Enzyklika "Sacerdotii Nostri primordia" über den Pfarrer von Ars (1.8. 1959):

Wie viele und wie große Wohltaten erweisen doch der menschlichen Gesellschaft solche Männer, die frei von weltlichen Sorgen und einzig dem Dienste Gottes erge-ben sind und ihr Leben, ihr Sinnen und ihre Kräfte für das Seelenheil ihrer Brüder einsetzen! Welch ein Segen für die Kirche ist ein Priester, der sich redlich bemüht, die Keuschheit unversehrt zu bewahren! Mit Unserem Vorgänger Pius XI. erachten Wir diese Tugend als die vornehmste Zierde des katholischen Priestertums, da "sie den Wünschen und Absichten des heiligsten Herzens Jesu in bezug auf die Seelen der Priester besser zu entsprechen scheint." Ist es nicht eben diese Absicht der gött-lichen Liebe, die Johannes Maria Vianney meinte, als er den stolzen Satz schrieb: "Das Priestertum, das ist die Liebe des heiligsten Herzens Jesu."

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Pius XI. in seinem Rundschreiben "Ad catholici sacerdotii", 20.12.1935:

Doch das Kirchengesetz hat nur zu einer strengen Verpflichtung erhoben, was eine gewisse, sagen Wir moralische Forderung auferlegt, die ihren Ursprung im Evange-lium und in der Predigt der Apostel hat. Die Hochschätzung, die der göttliche Meis-ter von der Keuschheit hatte: Er pries sie ja als etwas, was über die Fassungskraft der Menge geht (vgl Mt 19,11); die Tatsache, daß Er selbst die Blüte einer jung-fräulichen Mutter ist und von Kindheit an in der jungfräulichen Familie Josefs und Marias aufwuchs, daß Er eine besondere Vorliebe für reine Seelen zeigte wie für die beiden Johannes, den Täufer und den Evangelisten; der Umstand, daß der große Apostel Paulus, der treue Ausleger der evangelischen Gesetze und des Gedenkens Christi, die unschätzbaren Vorzüge der Jungfräulichkeit verkündet, besonders hin-sichtlich eines eifrigeren Dienstes Gottes: "Wer unverheiratet ist, der ist um die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefalle" (1 Kor 7,32): alles das mußte die fast notwendige Wirkung haben, daß die Priester des Neuen Bundes den himm-lischen Zauber dieser erhabenen Tugend spürten, daß sie sich bemühten, doch auch zur Zahl derer zu gehören, "denen es gegeben ist, jenes Wort zu verstehen" (Mt 19,11), und daß sie sich freiwillig die Beobachtung der Jungfräulichkeit auferleg-ten, die dann bald noch durch ein strenges kanonisches Gesetz in der Lateinischen Kirche zur Pflicht gemacht wurde.

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