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Liebe Freunde und Wohltäter! . Das Fest der Geburt unseres Herrn liegt nun hinter uns, Gott ist Mensch geworden und heilt seine Schöpfung. Durch die Menschwerdung geht er dem gefallenen Geschöpf entgegen. Sein Ziel ist es, den in der Gefangenschaft liegenden Menschen durch seine Geburt zu befreien. Die Frage, die wir uns jetzt in dieser Weihnachtszeit stellen müssen ist: "wie weit" und vor allem "wie" gehe ich dem Befreier entgegen. Wie weit bin ich bereit, alles loszulassen, alles dahinzugeben, um jene kostbare Perle mein Eigen nennen zu dürfen? Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen, um jenen kostbaren Schatz bergen zu können? Denn wenn Christus auch hundertmal in Bethlehem geboren wäre, aber nicht in meiner Seele, so bliebe ich ein Mensch in der Gefangenschaft und hätte nichts von der Geburt des göttlichen Kindes. Wie kann nun aber Christus im Menschen neu geboren werden? Drei Möglichkeiten gibt es, wie das Christkind in unserer Seele lebendig werden kann. Durch die heilige Kommunion, durch jedes Gebet und durch jede gute Tat erwacht im Menschen der Abglanz Gottes, bis hin zu seiner wahren Gegenwart in der Heiligen Kommunion. Der Sinn der Weihnachtszeit liegt nun darin, Christus nicht bloß in der Krippe liegen zu lassen, sondern in unsere Seelen einzupflanzen, damit auch wir mit den Chören der Engel singen können: "Gloria in excelsis Deo". Weihnachten ist für uns also eine Aufforderung, mit einem neuen Leben zu beginnen. Eine Aufforderung alles hinter uns zu lassen und nur mehr nach jenem zu suchen, ihn zu halten und ihn zu lieben, der sich den Menschen als ein kleines, hilfloses und schutzloses Wesen geoffenbart hat. Jenem, der die menschliche Natur angenommen hat, damit wir an seiner Krippe knien können und keine Furcht haben brauchen, da er ein Kind ist. Jenem, der mit Sehnsucht darauf wartet, uns von der Gefangenschaft befreien zu können. Er geht uns entgegen, öffnen wir ihm unser Herz und lassen wir seinen Glanz in uns zum Lichte werden. . Ihr Pater Markus Schmidt |